FRIEDEN UND FREIHEIT FÜR ALLE – Positionspapier der Mahnwache für den Frieden

Aufforderung der Mahnwache für den Frieden Karlsruhe –  FRIEDEN UND FREIHEIT FÜR ALLE

Die Karlsruher Mahnwache für den Frieden bleibt konsequent dem Grundgedanken der vor einem Jahr ins Leben gerufenen bundesweiten Friedensmahnwachen treu, der da heißt: Frieden und Freiheit für alle, unabhängig ihrer Herkunft, Nationalität, Religionszugehörigkeit, Hautfarbe oder Gesellschaftsstatus.

Frieden im eigenen Land genauso wie Frieden weltweit.

Wir setzen uns dafür ein, die Menschen auf Alles aufmerksam zu machen, was weltweit und auch hierzulande dem Frieden nicht förderlich ist. Wir unterstützen Hilfsaktionen, wie die Hilfstransporte für die Bevölkerung der Ostukraine und beteiligen uns an Aktivitäten für den Frieden auch in anderen Städten.

Wir distanzieren uns von Bewegungen für oder gegen bestimmte Bevölkerungsgruppen. Denn unser einziges Ansinnen ist Frieden für alle, und der kann nicht erreicht werden, wenn die Menschen in verschiedene Lager aufgespalten und gegeneinander aufgebracht werden. Dies verhindert jeglichen vernünftigen und konstruktiven Dialog.

Taube-ka-peacetrainWir distanzieren uns von jeglicher Art gezielter oder fahrlässiger Verächtlichmachung und Ausgrenzung von Menschen. Wir stellen das Prinzip der gewaltfreien Kommunikation gegen die Verletzung ethischer und religiöser Empfindungen, gegen Diffamierung und üble Nachrede.

Wir weisen besonders auf die Gefahr hin, dass das gezielte Schüren der Angst vor dem „Fremden“ und die Stimmungsmache von Fremdenfeindlichkeit gegenüber Anderen ein Klima heraufbeschwört, welches den ständigen kriegerischen Attacken und Einmischungen der Großmächte in anderen Regionen der Welt, von Osteuropa bis nach Nahost und Afrika, unter dem Slogan „Krieg gegen den Terror“ das Wort redet.

Wenn sich hierzulande Menschen als fremd im eigenen Land empfinden, dann meinen wir, dass dies nicht mit den kulturellen Unterschieden der Menschen zu erklären ist, sondern mit der kapitalistischen Struktur unseres Systems zusammenhängt, welches wirtschaftliche über soziale Interessen und Bedürfnisse stellt. Genau dies hat zur Folge, dass sich ein großer Teil der Gesellschaft von der Politik im Stich gelassen und von politischen Entscheidungen ausgeschlossen und übergangen sieht.

Niemand wurde gefragt, ob sich Deutschland in anderen Ländern politisch und militärisch einmischen darf: Sowohl die Kriegsbeteiligung Deutschlands in Afghanistan, der von der Bundesregierung genehmigte Rüstungsexport nach Saudi-Arabien oder Israel, als auch die aktuelle Verlegung tausender US-Soldaten mit Panzern durch Deutschland nach der Tschechoslowakei oder Polen und ins Baltikum. Tagtäglich findet von deutschem Boden aus der US-Drohnenkrieg der USA statt, gesteuert von Ramstein in der Pfalz und von der EUCOM und AFRICOM in Stuttgart. Deutschland ist somit Komplize eines permanenten Krieges der USA.

Viele Menschen sehen sich auch im Stich gelassen, wenn die Bundespolitik die Steuergelder der Bürger nicht zur Hilfe notleidender Menschen sondern zur Bereicherung privater globaler Banken abschöpft und gleichzeitig unser Geld für militärische Aufrüstung ausgegegben wird, anstatt für die Hilfe der Kriegsopfer, für die millionen Menschen, die durch eben diese Kriege vertrieben werden und als Flüchtlinge bei uns stranden. Es findet ein gigantischer wirtschaftlicher Raubzug statt, der auf der anderen Seite von militärischen Einmischungen begleitet ist.

Zweifellos erscheint die Gewalt der großen Mächte übermächtig für jeden einzelnen von uns. Um so wichtiger ist zu erkennen, dass wir, Christen, Muslime, Juden und alle Angehörige sämtlicher Kulturkreise der Welt nur gemeinsam einen Weg des Friedens beschreiten können, indem wir überall für Dialog der Kulturen eintreten, für ein friedliches und freundschaftliches Zusammenleben.

Friede durch Abrüstung in Europa bedeutet Auflösung aller atomarer Raketenstellungen in West und Ost, Beseitigung aller ABC-Waffen sowie die Auflösung aller US-Basen und US-Drohnen-Basen und die Unterzeichnung eines längst überfälligen Friedensvertrages Deutschlands mit allen europäischen Ländern, einschließlich Russland. Für friedliche Kooperation statt Rüstungsexporte und militärischer Einmischung insbesondere mit den Ländern Europas, des Nahen Ostens und Afrikas.

Mahnwache für den Frieden, April 2015

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